culturegraph.org

Am Freitag ging folgende gemeinsame Presseerklärung der DNB und des hbz raus:

http://www.hbz-nrw.de/dokumentencenter/presse/pm/culturegraph_de/

Wir haben in unserer Linked Open Data-Gruppe im hbz lange über Identifier für Titeldaten diskutiert. Schnell kamen wir zum Schluss, dass sich das mehrfache Prägen von Identifier für eine Ressource (z.B. ein Buch) nicht verhindern lassen kann, auch wenn man mit lobid.org eine neutrale Plattform anbieten möchte, um genau das zu tun. Verbundzentralen und Bibliotheken werden ihre Daten als Linked Data veröffentlichen und für “Harry Potter und der Stein der Weisen” wird es zig Identifier geben.

Linked Data lebt von Verlinkung. Wichtig ist es also, diese vielen URIs zu einer Ressource miteinander zu verlinken. Erst dann kann man mit den bibliographischen Titeldaten, die jemand anders veröffentlichen auch in der eigenen Datenbank etwas anfangen, z.B. Dublettenerkennung oder Kataloganreicherung.

Und wichtig ist es auch, dass es für jeden Titel viele andere Identifier gibt, die nicht unbedingt dem URI-Schema folgen aber dennoch oft, z.B. für Mashups benutzt werden. Die ISBN ist die bekannteste, aber man denke da auch an die Nationalbibliographienummer, Library of Congress Catalog Number,  ASIN von Amazon oder Open Library Identifier. Man wird vielleicht nicht immer ein “sameAs” benutzen wollen, aber es gibt noch andere Relatoren für solche, etwas ungenaueren Verknüpfungen. Gerade heute hat Michael Bergman in seinem Blog darüber geschrieben:

The Nature of Connectedness on the Web

culturegraph.org ist deshalb für mich eine der wichtigsten Entwicklungen in der Linked Data in Libraries-Szene. Ich hoffe, dass dieser “Hub” von Identifiern schnell wächst und auch von anderen kulturellen Institutionen angereichert werden wird.

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